Annäherung deutet sich an

srjeda, 24. apryla 2019 spisane wot:

Sorbische Jugendliche fordern endlich wieder einen Jugendkoordinator

Crostwitz (SN/JaW/at). Der sorbische Dachverband Domowina und der Serb­ski Sejm nähern sich langsam an. Auf der 19. Jahreshauptversammlung der Domowina am 30. März in Crostwitz reagierte der Vorsitzende David Statnik auf den Beitrag des Sejm-Mitgliedes Alexander Polk mit den Worten: „Auf solch einer Grundlage ist ein Dialog möglich.“ Polk hatte zuvor klargestellt: „Der Serbski Sejm erkennt die Domowina als Interessenvertretung der Sorben und der sorbischen Vereine an. Wir erkennen ebenfalls die Bemühungen der beiden Räte für sorbische Angelegenheiten und weiterer Gremien zur Verbesserung der Lage des sorbischen Volkes an. Ebenfalls an­erkennen wir den Status der Domowina als politisch berechtigte Sprecherin für das sorbische Volk gegenüber der Bundesrepublik und den Ländern Sachsen und Brandenburg.“ Zugleich erklärte der Gastredner, worum es dem Serbski Sejm geht. Dabei verwies er darauf, dass man sich nicht als Konkurrenz sehe, „sondern als Ergänzung“.

Trauer um Jan Buck

srjeda, 24. apryla 2019 spisane wot:

Im Alter von 96 Jahren ist der Nestor der sorbischen bildenden Künstler Jan Buck am 1. April in Crostwitz verstorben. Der Maler wurde am 4. April in seinem Geburtsort Nebelschütz, wo er am 2. August 1922 das Licht der Welt erblickte, beigesetzt.

Jan Buck war ein sehr vielseitiger, diverse Techniken beherrschender Künstler, der sich keinerlei kreativen Zwängen unterwarf. Er gilt als Begründer der mo­der­nen sorbischen Malerei sowie als eine der bedeutendsten schöpferisch tätigen Lausitzer Persönlichkeiten der Gegenwart. Sein Werk fand und findet weltweit Anerkennung. Im Jahr 2011 wurde ihm der Europäische Preis für Kunst verliehen. Weitere wichtige Auszeichnungen waren unter anderem der Ćišinski-Preis, der Preis der Domowina sowie die Hans-Grundig-Medaille. Im Jahr 2007 wurde er als erster Sorbe zum Ehrenbürger der Stadt Bautzen ernannt.

Zwei grandiose Auftritte

srjeda, 24. apryla 2019 spisane wot:

Stefan Malzew: Das Publikum trug die Aufführungen mit

„Niemals hatte ich angenommen, dass das Oratorium ‚Israelowa zrudoba a tróšt‘ – ‚Israels Trauer und Trost‘ – von Laienchören so vorzüglich interpretiert werden könnte.“ So beurteilte Kom­ponist Stefan Malzew die beiden dies­jährigen Aufführungen des Werkes am 6. April in der Pfarrkirche zu Crostwitz und am nachfolgenden Sonntagnachmittag in der Kreuzkirche zu Dresden. Aus einer Musikerfamilie in Berlin stammend, hatte er dieses außerliturgische Vokalwerk des sorbischen Komponisten Karl August Katzer auf Anregung eines sorbischen Freundes stilgerecht orchestriert. Der Begründer der artifiziellen sorbischen Musik hatte es im Jahre 1861 geschaffen, jedoch mangels eines ihm zur Verfügung stehenden Orchesters ledig­lich mit Klavierbegleitung hinterlassen.

Nach zahllosen Veröffentlichungen im Bereich der Fachliteratur hat der 1936 in Bautzen geborene, viele Jahre als Dozent an der Universität Leipzig lehrende Historiker Hartmut Zwahr die Belletristik für sich entdeckt. „Leipzig – Studentenroman“ ist der zweite von insgesamt vier geplanten Bänden, die die autobiografisch geprägte Lebensgeschichte des Protagonisten Johannes von der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen bis in die Gegenwart wiedergeben. Obwohl es sich um die direkte Fortsetzung des im vergangenen Jahr erschienenen Debüts „Abschiednehmen – Lausitzroman“ handelt, erschließt sich dem Leser das Geschehen auch ohne dessen Lektüre.

Telegramm (24.04.19)

srjeda, 24. apryla 2019 spisane wot:

Serbski Sejm in Pretschen

Pretschen. Intensiv diskutierten die Mitglieder des Serbski Sejm am 14. April in Pretschen, Niederlausitz, mit Dieter Freihoff, Beauftragter für sorbische/wendische Angelegenheiten im Landkreis Dahme-Spree, und Ute Hentschel, Mitglied des Rates für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Land Brandenburg. Themen waren sorbische/wendische Identität und Selbstbestimmung in den Dörfern, Bildungsangebote in der Region sowie in Brandenburg einschließlich der Möglichkeiten der Sorben/Wenden, bei Entscheidungen mitzuwirken.

Auf dem letzten Listenplatz

Leipzig. Auf den 60. und damit letzten Platz der Landesliste der sächsischen Linken für die Landtagswahl am 1. September wählte die Vertreterversammlung den sorbischen Politiker Heiko Kosel­ am 14. April in Leipzig. Die Landesarbeitsgemeinschaft Sorbische Linke spricht von einem Skandal. Sie hatte am 1. Februar erstmals eine Vorwahl durchgeführt, aus der Kosel als Kandidat der ethnischen Minderheit für einen „aussichtsreichen“ Listenplatz hervorging.

140 sorbische Projektideen

Ostern 2019 erlebten mehrere zehntausend Besucher bei strahlendem Sonnenschein in der zweisprachigen Lausitz. Ein Höhepunkt waren die neun katholischen Osterreiter-Prozessionen. 1 487 Reiter verkündeten die Osterbotschaft, wie auf unserem Foto­ die Ralbitzer Prozession in Cunnewitz (Gemeinde Ralbitz-Rosenthal). In großer Zahl fühlten sich die Menschen entlang der Strecken mit dem lebendige Brauchtum verbunden, das 1541 erstmals schriftlich erwähnt wurde. Auch das Ostersingen Karsamstag in Schwarz­kollm und Ostersonntag in Schleife und Wuischke bei Bautzen zog viele Gäste an. Foto: Daniel Schäfer

Befürwortet Zweisprachigkeit

srjeda, 24. apryla 2019 spisane wot:

Prof. Dr. Bernd Fabritius erstmals zu Besuch bei den Sorben

Crostwitz (SN/JaW). Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Prof. Dr. Bernd Fabritius befürwortet zweispra­chige sorbisch-deutsche Beschriftungen auf Autobahnschildern ausdrücklich. Das sagte der Politiker am Rande der Jahreshauptversammlung des sorbischen Dachverbandes Domowina am 30. März in Crostwitz im Gespräch mit der sorbischen Abendzeitung Serbske Nowiny. „Die Sprache gehört zur Identität eines Menschen und damit auch zur Identität eines Volkes. Deshalb ist es ganz wichtig, diese Sprache auch im öffentlichen Raum wahrnehmen zu können, um seine Identität als etwas Selbstverständliches zu empfinden. Geradeso wie ich zweisprachige Schilder im Kommunal- und Landesbereich als wohltuend und als Bereicherung empfinde, bin ich überzeugt, dass auch auf Autobahnen die Beschil­derung zweisprachig erfolgen kann“, sagte Fabritius.

Sorbisch soll weiter bestehen

srjeda, 24. apryla 2019 spisane wot:

Eine Zukunftsklausur zu den Ergebnissen der Evaluierung der Witaj-Bildung an den Grundschulen der Niederlausitz bildete am 10. April in Cottbus den Auftakt­, um sich mit dem festgestellten nicht befriedigenden Stand bei der Vermitt­lung des Niedersorbischen umfas­send auseinanderzusetzen und Wege zur Verbesserung aufzuzeigen.

Cottbus (SN/at). Gekommen waren mehr als 40 Teilnehmer, die sich haupt- oder ehrenamtlich für die niedersorbische Sprache engagieren. Dr. Viktor Zakar, Leiter der Cottbuser Abteilung des Sprachzentrums WITAJ, führte in die Ergebnisse der Evaluierung ein. Dabei formulierte er eigene mögliche Handlungsansätze für den sorbischen Dachverband Domowina. So an die Adresse des Landes Brandenburg, Standards für den bilingualen Unterricht zu erarbeiten, oder für die niedersorbische Seite, Maßnahmen für die Lehrerweiterbildung zu definieren.

Insgesamt 97 Schüler aus der Ober- und Niederlausitz haben sich unlängst den Aufgaben der diesjährigen Olympiade der sorbischen Sprache in Seifhennersdorf gestellt und diese hervorragend gemeistert.

Seifhennersdorf (SN/BŠe). Die Sorbisch-Olympiade ist nicht nur ein Wettbewerb zwischen Schülern der 6. Klassen in der Lausitz. Aus den Begegnungen schöpfen die Lernenden schöne Erfahrungen mit der sorbischen Sprache, welche Ansporn sein sollten, diese auch anzuwenden. Thema der diesjährigen Olympiade war der Wald. Am ersten Tag der Veranstaltung begaben sich die Teilnehmer, unter ihnen 36 aus der Niederlausitz, in den nahe gelegenen Wald. An verschiedenen Stationen sollten sie Aufgaben lösen. Am darauf folgenden Tag setzten sich die Sprach-Olympioniken mit dem Thema auseinander, denn sie sollten ein Plakat gestalten. Diese Gruppenarbeit floss in die mündliche Prüfung ein.

Sebastian Kieslich ist neuer Leiter

srjeda, 24. apryla 2019 spisane wot:

Eine Institution verlässt das Bischof-Benno-Haus Schmochtitz. Dessen bishe­riger Leiter Dr. Peter-Paul Straube begibt sich in den Ruhestand. Ihm folgt Sebastian Kieslich aus Dresden.

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