Vogelhochzeit international

srjeda, 31. januara 2018 spisane wot:

Nach dem letztjährigen Jubiläumsspektakel zur 60. Abendvogelhochzeit des Sorbischen National-Ensembles (SNE), das als eine Revue Höhepunkte aus sechs Jahrzehnten lose miteinander verknüpfte, haben sich die Verantwortlichen dieses Jahr wieder für ein abgeschlossenes Szenarium entschieden. Autor­ Wito Böhmak, der bereits mehrere ­Libretti für das SNE verfasst hat, entwickelte die Idee zu „Spurensuche“, welche er zusammen mit dem Regisseur Marian Bulang und dem Komponisten Andreas Pabst zu einer musikalisch-tänzerischen Weltreise ausbaute.

Fotografische Überraschungen „IM MOMENT“

srjeda, 27. decembera 2017 spisane wot:

Wer auf Überraschungen aus ist, möge nach Görlitz fahren. Im dortigen Kunsthistorischen Museum ist seit Mitte November die Ausstellung „IM MOMENT“ zu sehen. Eine nach Zahl der Bilder, Fotografen und Vielfalt der Handschriften so umfangreiche Ausstellung hat die Lausitz lange nicht erlebt.

Fotografen von unterschiedlichem Alter,­ Herkunft und Bildauffassung sind mit ihren Werken in solcher Eintracht versammelt, dass der Betrachter meint, dies sei eigens für diesen Anlass zusammengestellt. Die Fotografien halten die Zeit fest, sie sind der bildliche Nachlassverwalter. Andererseits erzählen sie über Veränderungen. Das vermag auch dank der thematischen Breite die Görlitzer Ausstellung, zu der 39 Bildautoren beitrugen. Der Besucher aus der zweisprachigen Oberlausitz, der sein Auge im Besonderen auf Fotografen aus dem Dreieck Kamenz–Bautzen–Weißwasser richtet, wird zufrieden sein.

„Ein Röslein ist mir erblüht“

srjeda, 29. nowembera 2017 spisane wot:

Die im Herbst dieses Jahres erschienene, von der Stiftung für das sorbische Volk herausgegebene CD „Mi róžička je za­kćě­ła“ (Ein Röslein ist mir erblüht) des einzigen professionellen sorbischen Countertenors Stephan Noack bietet Liebhabern des höchsten männlichen Registers einen interessanten Überblick über hiesige Volks- wie Kunstmusik. Insgesamt sind 26 Lieder in obersorbischer Sprache vertreten, wobei es sich größtenteils um spezielle Bearbeitungen handelt. Dem Sänger standen während der Aufnahmen, die im Zeitraum vom 23. Februar bis zum 17. Mai 2017 in Dresden unter der Leitung von Johannes Gerstengarbe stattfanden, die Sopranistin Daniela Haase, die Flötistin Marie-Luise Fritzsche, die Pianistin Gina Hentsch sowie der Cellist Helfried Knopsmeier zur Seite. Die Letztgenannten zeichnen zudem für den Hauptteil der Neuarrangements verantwortlich, weitere stammen von Jan Bulank und Jan Cyž.

Wenn es so etwas wie eine sorbische Nationalerzählung gibt, ein Leitmotiv des eigenen Selbstverständnisses, quasi die Muttermilch sorbischer Sozialisation, dann ist es die Rede vom drohenden eigenen Aussterben – der Sprache, des Volkes, der Kultur. Dieses – von deutscher Seite jahrhundertelang prophezeite – vermeintliche Schicksal abzuwenden gilt alles Handeln.

Krabat: Realität und Mythos

srjeda, 27. septembera 2017 spisane wot:

Die neue Sonderausstellung des Bautzener Sorbischen Museums, welche am 17. September feierlich in Anwesenheit unter anderem des tschechischen Generalkonsuls Jiří Kuděla, der Botschaftssekretärin der Republik Kroatien Petra Radić sowie der sächsischen Landtagsabge­ordneten Marko Schiemann (CDU) und Heiko Kosel (Linke) eröffnet wurde, ist unter der Überschrift „Krabat – Mensch. Mythos. Marke.“ dem kroatischen Gar­disten Janko Šajatović gewidmet, der im Laufe der Jahre zur wohl bekanntesten sorbischen Sagengestalt wurde. Die dreigliedrige Exposition beleuchtet die historischen Hintergründe sowie das zeitgenössische Umfeld des in Sachsen als Johann von Schadowitz zunächst in der kurfürstlich-sächsischen „Leibgarde Kroaten zu Ross“ wirkenden späteren Generaladjutanten am Hofe König August II. des Starken. Anhand von Dokumenten, Porträts, Waffen sowie eines Standbildes eines Reiters in originalgetreu replizierter Uniform der damals „Crabaten“ genannten Mitglieder der frühneuzeitlichen Kavallerie nähert sich die Ausstellung der Person Šajatovićs.

Das Buch „Unter Sachsen“ aus dem Berliner Christoph Links Verlag mag zu kontroversen Diskussionen anregen. Der gebürtige Bautzener Arndt Ginzel jedoch dokumentiert, wie in Bautzen Hass gegen die sorbische Minderheit und Gewalt gegen Flüchtlinge entstand, ein schmerzliches Kapitel aus der jüngeren Geschichte. Eine Leseprobe:

Später am Abend auf der Schäfferstraße: Der rechte Aufmarsch setzt sich wieder in Bewegung. Entlang der Strecke stehen Gegendemonstranten, die Plakate mit „Bautzen bleibt bunt“ oder „Kein Mensch ist illegal“ in den Abendhimmel strecken. Ein junger Mann – Typ Student – schwenkt eine sorbische Nationalfahne. Im Stadtzentrum von Bautzen waren Graffitis aufgetaucht: „Hooligans gegen Sorben“. Die rechte Szene orientiert sich offenbar am Motto westdeutscher „Hooligans gegen Salafisten“.

Präsentation zeugt vom großen Talent

srjeda, 26. julija 2017 spisane wot:

Für Liebhaber der bildenden Kunst bietet seit dem 30. Juni die Carl-Lohse-Galerie in Bischofswerda eine interessante Ausstellung. Sie zeigt Werke des 2001 verstorbenen Grafikers, Typografen und Malers Joachim Bethmann. 1942 wurde der Künstler in Berlin geboren. Er war verantwortlicher Grafiker bei der bekannten Zeitung „Forum“, die wegen ihrer politisch-kritischen Haltung verboten wurde. Ab 1988 bis zu seinem Tod arbeitete Bethmann als künstlerischer Leiter im Domowina-Verlag in Bautzen.

Bethmanns Kunstwerke – Malerei, Grafik, Buchgestaltung und Plakate – können nun in drei Räumen in Bischofswerda bewundert werden. Die Exposition hat seine Gattin aus dem Nachlass zusammengestellt.

„Derjenige aber, der dieses Märchen erzählt, hat noch einen warmen Mund.“ So endet das Märchen vom Schneider und den zwölf Riesen. Aber es könnte noch weiter oder anders erzählt werden, wie es auf der Ofenbank früher üblich war. Hana Chěžcyna, eine bekannte sorbische Märchenerzählerin, hat ihre Enkelin schon früh in die fantasievoll-schaurige Wunderwelt mitgenommen. Nun hat Róža Domašcyna für den Domowina-Verlag sorbische Märchen der Großmutter und anderer Erzähler ins Deutsche übertragen und sie mit frischer Sprachfarbe bemalt. „Märchen sind grenzenlos und sie kennen keine Grenzen.“ Nicht einmal sprachliche, so scheint es, wenn Krasnodej, Kienpeter und Pan Hibschik ihr Wesen entfalten oder die alte Wjera und Zyketaruschk ihr Unwesen treiben.

Das Sorbische Museum in Bautzen widmet sich in seiner aktuellen Sonderausstellung „Fünf Jahrhunderte – Die Sorben und die Reformation“ den sorbischen Protestanten in der Lausitz. Dabei wird direkt zu Beginn das Stereotyp, dass alle Sorben katholisch seien, ausgeräumt. Rund 90 Prozent der Sorben wandten sich im Laufe des ersten Jahrhunderts nach Luthers Thesenanschlag dem evangelisch-lutherischen Glauben zu. Noch heute sind Protestanten deutlich in der Mehrheit.

Hoyerswerda. „Die jetzige Generation sorbischer Eltern nutzt verstärkt ursorbische, traditionelle Vornamen“, meint Sprachwissenschaftler und Historiker Dr. Timo Meškank, Privatdozent am Institut für Sorabistik der Universität Leipzig. Nach einem Jahr Recherchen erstellte er jetzt das obersorbisch-niedersorbisch-deutsche Lexikon „Serbske předmjena. Serbske pśedmjenja. Sorbische/Wendische Vornamen“. Erstmals liegt damit ein autorisiertes, fachlich fundiertes Nachschlagewerk mit über 1 200 Vornamen vor. Herausgeber ist das WITAJ-Sprachzentrum Bautzen. Finanzielle Förderung kam durch die Stiftung für das sorbische Volk. Mit der Auflage von 300 Exemplaren geht die Broschüre jetzt an sämtliche Standesämter und Geburtskliniken in der Ober- und Niederlausitz. Auch Kindergärten, Grundschulen, Oberschulen und Gymnasien können das Lexikon bestellen­, ebenso Interessierte.

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  • Sobotu, 17. febraura,  měješe lětuša inscenacija „Paradiz w dobrej stwě“ Němsko-Serbskeho ludoweho dźiwadła na hłownym jewišću w Budyšinje premjeru. Tule podawamy wam někotre fotowe impresije z přemjerneho předstajenja a z premjerneho swjedźenja. Při

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